9 wertvolle Tipps für Ihren Elevator Pitch

Ein Elevator Pitch, auch genannt Elevator Speech oder Elevator Statement, ist ein Werkzeug für eine kurze Zusammenfassung einer Idee mit dem Fokus auf die positiven Aspekte des Vorschlags, wie zum Beispiel der Einzigartigkeit, den Zielkunden und die Vorteile bei Umsetzung.Der Kerngedanke eines „elevator pitches“ basiert auf dem Szenario, eine wichtige Person in einem Aufzug zu treffen und diese dann während der Dauer eines Aufzugaufenthalts (normalerweise zwischen 30 Sekunden und 2 Minuten) von seiner Idee und vor allem von deren Wert überzeugen zu können. Ist die Idee überzeugend genug vorgestellt worden, wird das Gespräch weitergeführt oder man verabredet sich zu einem weiterführenden Meeting.

Quelle: wikipedia

Ob im Rahmen eines Interviews oder Assessments, im Vertrieb oder beim Networking, in diesen und ähnlichen Situationen sind Sie gefordert, in Kürze das Wesentliche über sich zu sagen und beim Gegenüber einen Eindruck zu hinterlassen.

Damit dieser möglichst positiv wird, ist es notwendig, diese Selbstpräsentation zu üben.

  1. Tipp: Elevator Pitch Aufbau

Überlegen Sie sich einen starken Einstieg. Bereits der erste Satz muss sitzen. Er dient dazu, die Neugier Ihres Gesprächspartners zu wecken. Das kann eine Frage, eine These oder ein interessanter Fakt sein. Sie strahlen Selbstbewusstsein aus, wenn Sie Blickkontakt halten – also in Erwartung von zündenden Gedanken nicht den Blick in den Himmel richten.

Für eine gelungene Rede sollten Sie sich auf kurze, prägnante Sätze beschränken. Bei Verwendung unnötiger Füllwörter, laufen Sie Gefahr, die Aufmerksamt des Zuhörers zu verlieren.

Die wichtigsten Aussagen über sich lauten:

  • Wer sind Sie?
  • Was sind Ihre Kernkompetenzen?
  • Welchen Mehrwert bringen Sie mit?
  • Warum sind Sie hier?

Bitte beachten Sie, dass Ihre Aussagen auf das Gegenüber und den Kontext abgestimmt sein müssen. Es ist entscheidend zu wissen, wo, mit welchen Schwerpunkten und mit welcher Absicht Sie „stattfinden“ wollen, also müssen sich Ihre Aussagen abhängig vom „setting“ unterscheiden. Es wäre fatal, wenn Ihr Vortrag keine Relevanz hat und Sie an Ihrem Zuhörer vorbei sprechen.

  1. Tipp: Zur Person

Geben Sie hier Informationen über sich, Ihren Werdegang (kurz!) und Ihre beruflichen Schwerpunkte. Wenn es notwendig ist, können Sie auch über Lebenssituation, Mehrsprachigkeit oder besondere Erfahrungen sprechen.

Aber Achtung:
Der Köder sollte dem Fisch schmecken – nicht dem Angler, also nicht zu selbstgefällig oder wertend formulieren!

  1. Tipp: Ihre Kompetenzen

Stellen Sie in wenigen Stichpunkten dar, was Ihre individuelle selling propostion ist, was hebt Sie von der Masse ab? Prüfen Sie im Vorfeld, ob diese Eigenschaften oder Fähigkeiten mit den Erwartungen des Arbeitgebers zu matchen sind (Übereinstimmungspotential)

Was Sie hier behaupten, müssen Sie bei Bedarf auch beweisen können! Wenn der Gesprächspartner nachfragt, sollten Sie in der Lage sein, Ihre Behauptungen z. B. anhand von Beispielen zu belegen!

Ihre Motive, Werte oder Arbeitsweisen können an dieser Stelle eine besondere Wirkung erzeugen; aber vermeiden Sie Plattitüden wie teamfähig oder einsatzfreudig.

  1. Tipp: Ihr (Mehr)wert, Ihr Nutzen

Welche Vorteile bieten Sie? Was ist speziell an Ihrem Angebot? Was also gewinnt Ihr Kunde oder Ihr künftiger Arbeitgeber, wenn er Ihr Angebot und nicht das eines Mitbewerbers annimmt? Was bringen Sie für die Aufgabe mit, was wäre ein möglicher ideeller oder produktiver Nutzen? Machen Sie deutlich, warum eine Entscheidung für Sie als neuem Mitarbeiter eine win-win-Situation darstellen würde, z.B. wie schnell wären Sie produktiv einsetzbar oder welches spezielles Know-How bringen Sie ein?

Dazu müssen Sie natürlich wissen, wer Ihre Zielgruppe ist und welchen Bedarf diese hat. Was wissen Sie über den aktuellen Bedarf des Unternehmens, warum soll die Stelle besetzt werden, an welcher Stelle glauben Sie, erfolgreich mitwirken zu können?

Wenn z.B. eher ein Spezialist gesucht wird, macht es wenig Sinn, über Ihre generellen Erfahrungen zu sprechen. Dann müssen Sie klar machen, dass Sie in dem gefragten Fachgebiet auch über Expertenwissen oder über notwendige Netzwerke verfügen, z. B. Kunden oder Lieferanten kennen – oder über die Fähigkeit und Leidenschaft verfügen, dies kurzfristig aufbauen zu können.

  1. Tipp: Ihr Motiv

 Was bringt Sie dazu, ausgerechnet dieses Angebot zu machen?

Warum haben ausgerechnet Sie sich, ausgerechnet auf diese Position und ausgerechnet bei diesem Unternehmen beworben?

Was ist der Reiz für Sie, wenn Sie für die Organisation arbeiten können?

Gibt es ein besonderes Motiv?

Natürlich sollte auch dies „Hand und Fuß“ haben und für den Adressaten individualisiert sein.

Tipp 6: Sprache und Formulierung und Inhalt

Drücken Sie sich verständlich aus. Denken Sie daran, dass Ihr Zuhörer die Informationen in der Kürze der Zeit auch nachvollziehen soll. Ihr Ziel ist es, dass Ihr Gegenüber selbst an den Punkt kommt, an dem er denkt: Ja, ich habe Interesse. Deswegen sollten Sie auch bei Ihrer Sprache darauf achten, Ihren Gesprächspartner nicht mit Fachjargon, Fakten oder Schachtelsätzen zu überrollen.

Wenden Sie vorher den Oma-Test an: Würde diese verstehen, wovon Sie sprechen?

Priorisieren Sie Inhalte. Sie haben nur 60 – 120 Sekunden Zeit. Das zwingt Sie dazu auszuwählen. Sie können nicht jedes Detail schildern. Das ist auch gar nicht notwendig. Holen Sie nicht zu weit aus, sondern kommen Sie direkt auf den Punkt.

Reduce to the max – konzentrieren Sie sich auf das Wesentliche und bereiten Sie für jeden der vier Bereiche jeweils ein bis zwei Sätze vor.

Tipp 7. Enthusiasmus vs. Autenthizität

Professionelle Redner sagen, dass es nicht nur darauf ankommt, was Sie sagen, sondern vielmehr darauf, WIE Sie es sagen.

Zeigen Sie Begeisterung. Sehen Sie diesen Moment als die große Chance an, Ihr Gegenüber von Ihrer Person oder Idee zu überzeugen. Begeisterung ist ansteckend. Sind Sie begeistert und können glaubwürdig zeigen, dass Sie für das, was Sie tun, brennen und Leidenschaft mitbringen, übertragen sich diese positiven Gefühle auf Ihren Gesprächspartner.

Aber – bleiben Sie authentisch!

Was Sie sagen und wie Sie es sagen muss zu Ihrer Person, Ihrer Qualifikation und zu Ihrer sonstigen Ausdrucksweise passen. Sie wirken nicht glaubwürdig, wenn Sie schauspielern und es könnten falsche Erwartungen an Sie geknüpft werden.

Sie müssen sich wohlfühlen bei der Präsentation, denn wenn Sie verunsichert oder einen auswendig gelernten Text vortragen, bleibt das nicht unbemerkt. Ihr Vortrag klingt gekünstelt und der Funke springt nicht über. Legen Sie stattdessen Persönlichkeit hinein. Bei der Vortragsweise brauchen Sie sich nicht zu verstellen.

Ein wenig Humor kann auch nicht schaden, das macht Sie sympathischer , wenn Ihnen das nicht so liegt, bleiben Sie sachlich.

  1. Tipp: Call-to Action

Geben Sie Ihrem Gegenüber auch die Chance, sich einzuklinken und Interesse zu bekunden. Legen Sie zwischendurch kurze Pausen ein (Atemholen), um die Reaktion Ihres Gesprächspartners abzuwarten.

Fragen Sie nach Erwartungen und achten Sie auf die Reaktionen der Anderen!

  • Wie sieht denn der ideale Kandidat aus?
  • Könnte ich Ihre Erwartungen treffen?
  • An welchem Punkt unterscheide ich mich davon?

Schließen Sie Ihre Kurzpräsentation mit einer Aufforderung ab. Was wäre der nächste Schritt für Ihr Gegenüber? Wie kann er Sie oder Ihre Idee unterstützen? Was wünschen Sie von Ihrem Gesprächspartner? Sagen Sie ihm klipp und klar, was er aus Ihrer Sicht tun soll.

Wer nicht sagt, was er will, muss sich nicht beschweren, wenn es nicht kriegt!

Ihr Schlusssatz sollte dazu animieren, sich Ihnen anzuschließen und mitzumachen.

Achtung: nicht bei der Bewerbung verwenden!
Geben Sie Ihrem Gegenüber die Chance, in Kontakt zu bleiben.Öffnen Sie die Möglichkeit für weiteren Austausch. Wie kann Ihr Gesprächspartner Sie bei Interesse kontaktieren? Geben Sie ihm Ihre Visitenkarte oder verabreden Sie sich zu einem ausführlicheren Gespräch, damit ebnen Sie den Weg für eine Zusammenarbeit.

Tipp 9: Dos und Don’ts

Versuchen Sie nicht, auf die Schnelle noch ein paar Extra-Argumente einzuflechten.
Üben Sie vorher ausreichend, das größte Risiko ist, die Präsentation spontan zu vermasseln, weil Sie der Kraft Ihrer Argumente nicht trauen.
Bewahren Sie sich die Zusatzargumente als Bonusmaterial für Nachfragen Ihres Gesprächspartners.

Versetzen Sie sich in den Gegenüber!

Was würde Sie wissen wollen, was könnte Sie überzeugen, warum würden Sie sich selbst einstellen wollen? Welche Einwände oder Vorbehalte hätten Sie! Bereiten Sie sich auf solche Nachfragen vor, dann kommen Sie nicht ins Schwimmen und Ihre Präsentation macht einen bleibenden Eindruck.

 

Wenn Sie also oben aus dem Aufzug aussteigen, sollten die wichtigsten Informationen transportiert haben. Die gewünschte Reaktion muss aber nicht sofort erfolgen! Wenn man nicht gleich in Begeisterung ausbricht, muss das noch gar nichts bedeuten. Aber an den Reaktionen (Körpersprache, Gestik, Blick, Kommentare etc.) haben Sie ja vielleicht schon vorher eine Art Feedback erhalten.

Viele Grüße und bis bald

Ihr Dieter Krautwald
Herbwood & Friends – Coaching

In dringenden Fällen rufen Sie an, eine Terminvereinbarung ist kurzfristig möglich!

Tel.: 02161 / 9029777 oder per Mail an:  info@herbwood.com

0 Kommentare

Dein Kommentar

Want to join the discussion?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar