Verdeckter Arbeitsmarkt

Bewerbungen noch immer ohne Erfolg? Versuchen Sie es doch auf dem verdeckten Arbeitsmarkt!

Es kann wirklich frustrierend sein. Sie recherchieren täglich sämtliche Stellenanzeigen, schreiben pro Woche zehn Bewerbungen, trotzdem erhalten Sie fast nur Absagen. Ihr Anschreiben ist kreativ und ansprechend, überzeugt aber nur in seltenen Fällen. Auch Ihren Lebenslauf haben Sie bereits mehrmals überarbeitet. Doch auch das scheint nicht zu gelingen. Jetzt gilt es, einen kühlen Kopf zu bewahren. Denn auch eine Welle von Absagen liegt nicht immer allein in der Person des Bewerbers begründet. Die starke Konkurrenz bei Bewerbungen auf eine öffentlich ausgeschriebene Stelle bei einem attraktiven Unternehmen könnte eine Erklärung sein. Oder eine rare Berufseinsteigerstelle, für die sich eine hohe Anzahl an Bewerbern interessieren, könnte Ihnen den Weg zu Ihrem Erfolg versperren. Die vakanzorientierte Rekrutingstrategie der Arbeitgeber führt dazu, dass nur Bewerber eingeladen werden, die zur ausgeschriebenen Stelle best möglich passen. Wäre es da nicht sinnvoll, die eigene Bewerbungsstrategie zu verändern? Antwort: ein deutliches Ja! Versuchen Sie es doch mal auf dem verdeckten Arbeitsmarkt.

Begeben Sie sich auf den verdeckten Arbeitsmarkt

Dabei handelt es sich um Stellen, die nicht öffentlich ausgeschrieben, sondern über Beziehungen, Netzwerke, Empfehlungen oder persönliche Kontakte vermittelt werden. Deutlich weniger Bewerber versuchen ihr Glück auf diese Weise. Trotzdem besetzen Unternehmen vakante Stellen vornehmlich verdeckt. Der Vorteil für Unternehmen, Stellen nicht öffentlich auszuschreiben, liegt einerseits daran, Kosten zu sparen. Zudem glauben manche Unternehmen an die Strahlkraft ihrer Arbeitgebermarke und hoffen auf zahlreiche qualifizierte Bewerber. Es gibt allerdings auch Stellen, die Unternehmen durch öffentliche Ausschreibungen nicht adäquat besetzen können. Deswegen versuchen zahlreiche Firmen offene Stellen über Empfehlungen zu besetzen. Mitarbeiter erhalten indessen Prämien für eine erfolgreiche Vermittlung. Dann kennt man sich schon und bekommt vielleicht einen besseren Ersteindruck von dem Kandidaten – also, Sie brauchen ein Netzwerk!

Betreiben Sie ein Selbstmarketing

Je größer Ihr berufliches Netzwerk ist, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie auf offene Vakanzen stoßen oder frühzeitig auf Personalbedarf aufmerksam gemacht werden. Zu empfehlen sind hierbei Berufs- und Karrieremessen, besonders für Absolventen und Berufseinsteiger. Für Berufstätige eignen sich ebenso Fachmessen und Tagungen. Dort sollten Sie sich allerdings so kleiden, als würden Sie zu einem Vorstellungsgespräch gehen und Ihren Lebenslauf mitbringen. Sie sollten sich hierbei schon im Vorfeld über die Unternehmen informiert haben, um direkt ins Gespräch kommen und einen positiven Eindruck hinterlassen zu können. Versuchen Sie dabei, auf möglichst viele Unternehmen zuzugehen und offen zu kommunizieren.

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, Ihr berufliches Netzwerk über Xing und LinkedIn zu erweitern. Gehen Sie dabei gezielt vor. Sie könnten z. B. Xing Gruppen beitreten, die Sie thematisch interessieren und dort mit anderen Mitgliedern diskutieren. Sie könnten die User direkt anschreiben und auf deren interessante Beiträge aufmerksam machen. Sie müssen nicht sofort nach einer offenen Stelle fragen. Vielmehr geht es darum, immer wieder neue Kontakte zu knüpfen, damit Sie früher oder später auf potentielle Vakanzen stoßen. Betrachten Sie Ihr berufliches Netzwerk eher als ein Informationsnetzwerk. Bei einer frei werdenden Stelle, kann es sein, dass Sie an Ihren neuen Arbeitgeber empfohlen werden.

Außerdem wirkt es auf Personaler sowie Headhunter professioneller und relevanter, wenn Sie ein gut ausgearbeitetes und aktuelles Xing-Profil mit zahlreichen sozialen Kontakten haben und über erfolgreiche Projekte berichten können.

Eine weitere Möglichkeit ist es, von sich „reden zu machen“. Nutzen Sie das Internet und schreiben Sie in Ihrem eigenen Blog oder auf Xing & Co. Fachbeiträge über Ihr Thema. Beobachten Sie genau, ob und von wem welche Kommentare dazu abgegeben werden. Wenn möglich, eröffnen Sie einen Dialog. Es mag sein, dass das, was Sie sagen wollen bereits schon von anderen gesagt wurde – aber von Ihnen noch nicht! Also betreiben Sie etwas Selbstmarketing durch Wiederholungen – das Plagiat ist die beste Form der Anerkennung, aber Vorsicht: nicht übertreiben!

Übrigens, sich in Bewerberdatenbanken (z.B. auf Xing oder LinkedIn) gegen Gebühr eintragen zu lassen, sollte man sich gut überlegen. Wenn Sie sonst kein interessantes Profil im Netz haben, wird auch das nicht viel nützen.

Werden Sie aktiv und bewerben Sie sich blind

Bei der sogenannten Blindbewerbung hatten Sie zuvor noch überhaupt keinen Kontakt zum potenziellen Arbeitgeber. Sie versenden Ihre Bewerbungsunterlagen also – sprichwörtlich – blind. Eine Kurzbewerbung, die nur aus einem Anschreiben und einem Lebenslauf besteht, reicht da oft schon aus. Findet dies ein Arbeitgeber interessant, wird dieser Sie zur Einsendung Ihrer vollständigen Bewerbungsunterlagen auffordern – und Sie bekommen ein erstes Feedback! Im Bewerbungsschreiben sollten Sie aber Gründe nennen, warum man Sie einladen sollte und welchen Nutzen Sie stiften würden! (Bedenke AIDA)

Im Falle einer sogenannten Initiativbewerbung kennen Sie zumindest schon einmal einen Ansprechpartner im Unternehmen, etwa, weil Sie Kontakt über das Internet hatten oder sich auf einer Jobmesse kennengelernt haben. Der Vorteil hier: Sie können die Bewerbung persönlicher und zielgerichteter aufbauen und erhöhen so noch einmal Ihre Chancen. Aber auch hier sollten Sie den Bezug zu aktuellen Entwicklungen bei diesem Unternehmen oder auf die Relevanz Ihrer Bewerbung nehmen.

Wie wär`s mit Empfehlungsmarketing?

Denken Sie bei jedem Stellenwechsel oder als Freiberufler daran, sich ein Empfehlungsschreiben von Ihrem Arbeit-, Auftraggeber ausstellen zu lassen. Dies kann Ihnen beim Knüpfen von Kontakten ebenfalls starke Wirkung bekommen. Wenn Sie einen positiven Eindruck bei Ihrem Ex-Arbeitgeber hinterlassen haben, kann dieser Sie unter Umständen auch auf freie Stellen in Unternehmen aus der gleichen Branche aufmerksam machen. Bitten Sie eine Person im ehemaligen Unternehmen darum, diese als Referenz nennen zu dürfen und fragen Sie bei der Gelegenheit, ob die Person von Vakanzen weiß. Das geht natürlich nur dort, wo man Sie auch gut in Erinnerung behalten hat…

Grundsätzlich gilt: wer nicht sagt, was er will, muss sich nicht beschweren, wenn er es nicht kriegt!

Beobachten Sie den Arbeitsmarkt

Den Arbeitsmarkt zu beobachten bedeutet, darauf zu achten, welcher Bedarf in welcher Branche oder Region für Ihre Qualifikationen und Kompetenzen zur Verfügung steht. Wird in Ihrer Stadt gerade eine neue Unternehmens-Filiale errichtet? Dann kontaktieren Sie dieses Unternehmen! Auch Standortverlagerungen, Neugründungen oder Startups zu beobachten, kann interessant sein, denn dahinter lässt sich oft wachsender Personalbedarf entdecken. Es kann durchaus Sinn machen, die Medien zu beobachten, ob in gewissen Branchen ein Mangel an Personal oder qualifizierten Fachkräften vorliegt. Verschaffen Sie sich durch die von der Agentur für Arbeit veröffentlichte Fachkräfteengpassanalyse ein objektives Bild. Sie können in diesem Fall ebenso darauf achten, in welchen Regionen es für Unternehmen schwerer ist, geeignete Fachkräfte zu finden und sich dann in den entsprechenden Gebieten bewerben, vorausgesetzt, sie sind auch zu einem Umzug bereit.

Wir von Herbwood & Friends können Ihnen dabei helfen, sich selbst besser zu vermarkten. Buchen Sie dazu einen unserer  Workshops oder ein Coaching.

-Machen Sie doch, was SIE wollen-

Viele Grüße und bis bald

Ihr Dieter Krautwald

Herbwood & Friends

Coaching

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